Am Freitag den 13.Mai 2016 war Rauchmeldertag.

Dieses Datum möchten wir als Feuerwehr gerne nutzen, um auf die Wichtigkeit von Rauchmelder in privaten Wohnungen hinzuweisen.

Durch die sehr gute Arbeit des vorbeugenden und baulichen Brandschutz in den letzten Jahrzehnten, durch sehr gute Aufklärungsarbeit in der Brandverhütung und geänderte Baurichtlinien und Vorgaben in der Ausführung und Beständigkeit von Baumaterialien ist es gelungen, die Anzahl der Brandtoten stark zu senken.
Dennoch sterben in Deutschland jährlich ca. 400 Personen bei Wohnungsbränden. Davon sterben ca. 80% der Personen nicht an dem Feuer selbst, sondern an den Folgen einer Rauchgasvergiftung.

Diese Zahl könnte durch den Einbau von Rauchmeldern weiter gesenkt werden.
Gerade in der heutigen Zeit, in der die Gebäude zur Energieeinsparung immer dichter werden und die Konzentration an leichtbrennbaren Materialien in der Wohnung immer höher wird, ist eine frühzeitige Branderkennung von entscheidender Wichtigkeit.
Durch abgedichtete Fenster und Türen ist das Erkennen eines Brandes in der Wohnung meistens erst nachdem die Wohnung im Vollbrand steht und Fenster geborsten sind möglich. Zeitgleich entstehen durch die hohe Konzentration an Kunststoffen in der Wohnung sehr viele giftige Gase.
Zur Verdeutlichung: Beim Brand von 10kg Schaumstoff (z.B. Sofa, Matratze, Sessel,…) entsteht ca. 20.000m³ hochgiftiger Brandrauch. Eine durchschnittliche 3-Zimmerwohnung mit ca. 70m² Gesamtfläche und 2,5m Deckenhöhe hat ein Volumen von 175m³. Es entsteht also mehr als das 100fache an Brandgasen im Vergleich zur Wohnungsgröße.

Durch die schnelle und hohe Bildung von Brandrauch ist eine Detektion mittels Rauchmeldern in der Entstehungsphase am effektivsten. Diese lösen nach wenigen Minuten aus und alarmieren die in der Wohnung oder im Haus befindlichen Personen. Dadurch verbleibt den Betroffenen genug Zeit, um sich und Ihre Familienangehörigen in Sicherheit zu bringen.

In Sachsen-Anhalt gibt es seit dem 01.01.2016 eine allgemeine Rauchmelderpflicht in allen Wohngebäuden, egal ob diese neu gebaut werden oder bereits existieren.
Hier schreibt die Bauordnung (BauO LSA) in §47 Abs. 4 folgendes vor „In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege aus Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Die Rauchwarnmelder sind auf Verlangen für Menschen mit nachgewiesener Gehörlosigkeit mit optischen Signalen auszustatten. Bestehende Wohnungen sind bis zum 31. Dezember 2015 dementsprechend auszustatten.“

Gute und günstige Rauchmelder gibt es bereits für wenige Euro im Baumarkt oder Fachhandel. Hierbei ist zu beachten, dass diese der DIN EN 14604 entsprechen.
Es empfiehlt sich ebenfalls Rauchmelder zu verwenden, welche das Qualitätszeichen „Q“ tragen. Diese haben höhere Qualitätsanforderungen. Unter anderem zählt dazu eine Langzeitbatterie mit einer Lebensdauer von 10 Jahren, Schutzgitter gegen das Eindringen von Schmutz und Insekten (geringere Fehleranfälligkeit) und es besteht die Möglichkeit, die meisten Geräte mit zusätzlichen Funkmodulen auszustatten und die Rauchmelder zu vernetzen.

Aus unserer eigenen Erfahrung heraus können wir Rauchmelder als Feuerwehr nur empfehlen.
Bisher hatten wir bei uns im Stadtgebiet von Bad Dürrenberg, so gut wie keine Fehleinsätze durch Rauchmelder in privaten Wohnungen.
Die Einsätze bei denen die Feuerwehr aufgrund von ausgelösten Rauchmeldern alarmiert wurde, waren so gut wie alle notwendig und haben die Mieter und Wohnungseigentümer vor größeren gesundheitlichen und finanziellen Schäden bewahrt.

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